
Nächtlicher Vollbrand eines Maschinenschuppens
| Einsatzart: | Brandeinsatz | Meldung: | Brand landwirtschaftliches Anwesen | |
| Alarmstichwort: | Brand 4 | Zusatz: | Alarmzeit 2 - Nacht/Wochenende | |
| Datum: | Freitag, 29.01.2016 | Uhrzeit: | 03:42 Uhr |
Bericht:
Am Freitagnacht, den 29. Januar um 03:42 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Saar die Löschbezirke Freisen, Grügelborn, Reitscheid und Haupersweiler mit Einsatzleitwagen in die Verlängerung der Freisener Schlagbaumstraße. Dort brenne nach ersten Angaben von mehreren Anrufern ein leerstehender Bauernhof.
Binnen kurzer Zeit rückten die Kameraden der alarmierten Einheiten aus. Beim Eintreffen des TLF 16/24 des LB Freisen brannte ein großer hölzerner Maschinenschuppen auswärts der Ortslage in voller Ausdehnung. In dem Gebäude waren landwirtschaftliche Geräte darunter auch Anhänger und Traktoren abgestellt. Zwei Trupps unter Atemschutz nahmen sofort zwei 2 C-Rohre vor und begannen mit der Brandbekämpfung, um ein Ausbreiten des Feuers auf umliegende Traktoren und einer weiteren Holzunterstand zu vermeiden.
Parallel dazu bauten die Besatzungen von Rüstwagen und Tanklöschfahrzeug die Wasserversorgung zum nächsten Unterflurhydranten auf. Nachdem sich abzeichnete, dass es sich um einen längeren Einsatz handeln wird, ließ die Einsatzleitung die Verpflegungsgruppe des DRK alarmieren. Ein vom Brand gefährdeter Schlepper direkt am Gebäude konnte mittels Seilwinde aus der Gefahrenzone gezogen werden.
Ein Innenangriff war aufgrund akuter Einsturzgefahr nicht möglich, sodass ein massiver Außenangriff über 4 C-Rohre von allen Gebäudeseiten den Löscherfolg brachte. Erschwert wurde dies jedoch die ungünstigen Bedingungen am Gebäude: Die hohe Brandlast forderte die Abgabe großer Mengen Löschwasser, dem auch Netzmittel beigemischt wurde. Außerdem machte den Wehrleuten der morastartige Untergrund zu schaffen, sodass eine große Anzahl an Einsatzmitteln eingesetzt werden mussten und verschmutzten. Die aufwändigen Löscharbeiten forderten eine hohen Einsatz von insgesamt 12 Atemschutztrupps, deren Überwachung vom GW-L1 Grügelborn erfolgte. Die eingesetzten Kräfte konnten sich in einer Garages eines Anwohners von ihrem kräftezehrenden Einsatz erholen und wurden durch die Versorgungseinheit des DRK mit heißen Getränken und Essen versorgt.
Um letzte Brandnester mit der Wärmebildkamera lokalisieren und ablöschen zu können, musste das Dach mit Hilfe eines Teleskopladers eingerissen werden. Vorher wurden allerdings mit der Baumaschine die restlichen landwirtschaftlichen Geräte aus der ausgebrannten Ruine geborgen. Zu einem Paralleleinsatz "Wasserschaden klein - Wasser im Keller" in der Siedlung in Freisen wurde der Löschbezirk Oberkirchen alarmiert.
Erst gegen 08:30 Uhr waren alle Nachlöscharbeiten abgeschlossen, sodass alle Einheiten die Einsatzstelle verlassen konnten. Die Herstellung der Einsatzbereitschaft insbesondere der Atemschutztechnik zog sich bis in die späten Mittagsstunden, währenddessen die Kameraden erneut zum Brandobjekt ausrücken musste um wiederaufflammende Schuttreste abzulöschen.
Sonstiges:
| Alarmzeit: | 03:42 Uhr | Ausfahrt: | 03:47 Uhr | Einsatzende: | 11:15 Uhr |
Einsatzleiter:
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Paul Haupenthal (Wehrführer)
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Zugführer Freisen:
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Frank Müller
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FF Freisen:
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- LB Freisen: TLF 16/24, RW-Kran, MTW
- LB Grügelborn: GW-L1, LF 8/6
- LB Haupersweiler: ELF 1, KTLF
- LB Reitscheid: KTLF, GW-Sturm
- Wehrführung: KdoW
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Mannschaftsstärke:
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ca. 1/70 (LB Freisen: 1/22) |
Rettungsdienst:
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- Rettungswache Freisen: RTW 6931
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DRK:
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- SEG KV St. Wendel: RTW
- Versorgungsgruppe: MTW, GW-Versorgung
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Polizei:
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- PI Türkismühle
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Sonstige:
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- Pressesprecher Feuerwehren Landkreis St. Wendel
- First-Responder-Gruppe Freisen
- stv. Wehrführer
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Bilder: Alles/Schäfer